worktitle:Blacksmith of memorabilia

K1

Es ist tiefe dunkle Nacht, als er seine Augen öffnet sieht er in seinem Zimmer nur die Rote Digitaluhr die 02:42 anzeigt, nicht einmal die Straßenbeleuchtung, die sonst sein schönes Zimmer nachts beleuchtet, ist zu sehen. Die plötzliche Kälte hat ihn geweckt, er zittert am ganzen Körper, obwohl abends noch die Heizung hochgedreht wurde. Eine komische Uhrzeit dachte Paul sich, ständig kommen komische Zahlen vor…
Paul nennt diese Zahlen „Nerd-Werte“. Diese haben im eigentlichen Sinne keine Werte, sondern sind fiktiv-besondere Zahlen:
42 Die Antwort auf die Frage: „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ (Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams)
1337 Die leed Schrift (von Hackern damals benutzt um einfache Nachrichten zu verschlüsseln leed = 1337)
1990 Geburtsjahr und eine Jahrzehnt vieler Musik
3.5 Geburtstag/Monat aber nur in Verbindung!
4 Lieblingszahl wieso, keine Ahnung
13 Zahl des Pechs
666 Brauchen wir nicht drüber reden…

Es sind Zahlen die so oder so ähnlich vorkommen, wirklich oft in Pauls Leben… Das erste Ergebnis, dass er am ersten Tag seiner Beruflichen Karriere errechnet hat war 1337. Das Auto das ihn zum ersten Mal angefahren hat, hatte als Kennzeichen: 3542 (3.5 42)
„Arschlecken, mit Nichten stehe ich jetzt auf…“ brummte Paul und dreht sich wieder um.

Um 07:10 geht der erste Wecker. Paul ist einer dieser Leute die mehrere Wecker haben. Nur er geht noch weiter… Alle seiner Wecker habe eine Snooze Taste, dann darf er das geweckt werden gleich 37x am Morgen erleben dürfen. Er tut das weil er Angst hat, sonst einen ganzen Tag zu verschlafen.
Um 08:00 Uhr steht er endlich auf und schleppt sich unter die Dusche… Natürlich vergisst er den Warmwasser Boiler an zu zünden und wundert sich das das Wasser nicht warm wird und Duscht kalt um wach zu werden. Typischer Morgen… Abtrocknen, Anziehen und ab zur Arbeit. Paul fährt morgens mit dem Auto, da dies deutlich angenehmer ist als Zug zu fahren. Mit dem Zug bräuchte er (seiner Aussage nach) ca. 2 Stunden, mit dem Auto nur 15 Minuten. Anschnallen und auf geht‘s.
Er ist „Stück Schmied“ Ob es Erinnerungsstücke sind oder eine Art Flüche, Zauber oder sogar diverse Tränke, alles wird in solchen Schmieden Hergestellt, es gibt natürlich Schmiede die sich auf ein Themengebiet spezialisiert haben. Aber Paul ist ein ‚All-Rounder‘. so nennt er sich selber um nicht so abgehoben zu klingen, der er hat fundierte Kenntnisse in fast allem Themengebieten. Zusätzlich durch diese Benennung kann er mehr reisen und erleben.

Der Stück Schmied: Diese Berufsbezeichnung wird sowohl Weltweit und auch Lokal sehr unterschiedlich betitelt. Von Zauberern ala Harry Potter, Götter, Geister, Dämonen, Satan himself oder was auch immer. Aber sie selber nennen sich „Stück Schmied“. Das interessanteste und schöne dieser Menschen ist das erzählen von Geschichten. Viele ältere Menschen und Sagen alter Bücher lassen nur vermuten, wie viele von diesen wahr sind. Oft wird ein wichtigen Teil weggelassen und andere werden sehr ausgeschmückt. Aber alle Geschichten haben etwas Magisches in sich.
Berühmteste Geschichten sind: Dracula, Die Bibel, Moby Dick, Harry Potter. Ein bekannter Stück Schmied ist zum Beispiel

Robert Louis Stevenson.
Er schrieb die Geschichte: „Die Schatzinsel“ welche unzählige male Adaptiert wurde, genau wie „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Unzählige male! Die Schatzinsel wurde von Pauls Chef des öfteren etwas anders wieder gegeben. Die Unterschiede waren hauptsächlich Alkoholischer Natur und das Fluchen unterschied sich. So war und ist Pauls Chef, mal trinkt er etwas, gibt alte Geschichten zum besten aber ist immer freundlich!

Da das Geschäft in dem Paul arbeitet, liegt hinter einer Spielstraße ohne Parkplätze.Daher parkt er außerhalb. Die Straße ist im Vergleich zu dem umliegenden Straßenzügen Nostalgisch gehalten. Die Gebäude sind alle noch von Anfang 19. Jahrhundert. Die Häuser wurden restauriert, ohne das sie ihren Charme verlieren. von Bordeauxrot über Margarethengelb bis hin zu weichem himmelblau. Die Verzierungen unter und über den schmalen hohen Fenstern sind mit Blumen und Arabesken bestückt. Die Straße ist mit alten Pflastersteinen bedeckt, die alle sehr nah beieinander liegen. Zusammen ergeben diese ein Art Mosaik Schattierung die heller in richtung Laden wird.

Der Laden am ende dieser ungefähr 2 cbl. langen Spielgasse hat eine Rote Tür. Diese ist, wenn man vor dem Laden steht, rechts neben 2 großen und umspielt verzierten Auslagen. Paul zeiht die Hände aus der Hosentasche, kramt sein Schlüssel aus dem Rucksack und schließt die Tür auf. Die Tür selber sieht von außen aus wie eine alte Holztür, die man leuchtend Rot bemalt hat, doch Sie ist massiv und sehr schwer für Diejenigen die sich nicht mehr verzaubern lassen. Paul greift nach links und da ist ein Schalter den er drückt. Daraufhin rollen schon die Fensterladen hoch. Diese jedoch drehen sich wirklich auf, wie diese Fischdosen. Licht durchflutet den Laden. und lässt alles nach und nach erwachen. Der Laden ist voll mit kleinen und großen Dingen, unterschiedlicher und unpassender kaum auszuwählen sind. Von einem Mensch hohem Eiffelturm-Modell bis hin zu aufgereihten Glassplittern. Einem Dudelsack neben Kuscheltieren, Haizähnen auf Schuhschnürriemen gezogen. Der Laden ist kurz gesagt proper voll.

Paul geht nach hinten, kommt an einer kleinen Kochzeile mit beistehendem 60iger Jahre Kühlschrank vorbei, ein einer Wand mit vielen verschiedenen Jacken und Hosen und schließlich zu seiner Werkbank. „Wie jeder Künstler,“ so sagt es immer der Chef, „lebt man auf der Arbeit die meiste Zeit, also darf es auch unordentlich sein. Schließlich ist Charakter eine wichtige Inspiration für uns Schmiede.“ So wie es der Chef fast schon predigt, lebt es Paul auch, überall liegen Werkzeuge kreuz und quer auf und unter Papierbergen. Hinter seiner Werkbank ist eine großer alter asiatisch aussehender Teppich mit viel Platz zum gehen. Die rot geklinkerten Wände werden von einer Vielzahl von Regalen mit allem möglichen Dingen und Büchern versteckt. Paul setzt sich und packt gemütlich eine Tageszeitung aus seinem Rucksack aus. In der Mitte der sehr langen Werkbank steht eine alte Kaffeemaschine, zu der Paul mit deinem Arbeitsstuhl hinrollt und Kaffee aufsetzt. Er nimmt einen alten Filter aus einer der Schubladen, stülpt diesen aus und füllt Kaffeebohnen hinein. Er verknotet den Beutel mit einem Draht der neben der Kaffeemaschine aufgewickelt ist. Dann greift er zu einem Schraubstock, dreht ihn auf, hält den zu geknoteten Beutel zwischen die backen und fährt gekonnt den Schraubstock zusammen, sodass die Bohnen brechen. Anschließend zündet Paul den zerknirschten Beutel über die Maschine mit einem neu aussehenden Bunsenbrenner an, damit die gebrochenen Bohnen in die Filterstelle fallen. „Woohfff“ ertönt es, eine Stichflamme verbrennt den Kompletten Beutel auf einmal, die verkleinerten Bohnen fallen exakt in die kleine Öffnung der Kaffeemaschine. Paul bemerkt das Wasser noch eingefüllt ist und drückt den Kippschalter der Maschine. Das Wasser braucht immer ewig bis es kocht, aber dann geht es sehr schnell. Während die Kaffeemaschine aufheizt, fährt Paul zurück zu seiner Zeitung und schlägt sie auf. Sie ist von Anfang der Woche. In dieser Gegend gibt es nicht viel zu erzählen was die Menschen so erleben, höchstens eine Zusammenfassung der gesammten Weltereignisse. Nichtmal Todesanzeigen oder Sportergebnisse sind in dem Käseblatt zu finden. Plötzlich hört Paul ein lautes Gitarrensolo, das Lied kommt ihm bekannt vor, dann hört er einen Bass Ton und angestrengte Stimme singt: „You can’t feel the heat, Until you hold your hand, Over the flame“ Da erscheint auf dem großen Teppich ein altes Tor. Es hat Löwenköpfe an den Türgriffen, besteht aus prunkvoll beschlagenen Türen mit feinen Nieten am Rahmen. Es öffnet sich mit einem leisem quietschen, während die Musik weiter zu hören ist. Erst ein Stiefel und dann ein ganzer Mann steigen aus der Tür heraus. „Ich wünsche einen schönen guten morgen Paul“ spricht der Mann aus der Tür. „Ist das dein ernst, Rise Against mit Satellite….“ motzte Paul. „Chef wir müssen uns nochmal über deine albernen Auftritte unterhalten!“. „Aber was hast du denn? sag mal hast du das heute Nacht mitbekommen?“ fragt der Chef. „Meinst du die Scheisse um viertel vor 3?“ Motzt Paul. „Was haben wir ausgemacht? Bitte die genau Uhrzeit, Paul. Sonst kann ich die Experimente nicht nachvollziehen“ entgegnet der Chef und schließt das Tor hinter sich, welches sofort wieder verschwindet. „Jaja, 02:42 Uhr, sag mal hast du Nachts nichts besseres zu tun, als mir Armen Schmied den schlaf zu rauben?“ sagt der in der Zeitung blätternde Paul „Prinzipiell ja, aber ich hatte da ne Idee und…“ „Und die musstest du unbedingt in die Tat umsetzen?“ unterbricht Paul seinen Chef. „Ganz Genau Paul“ antwortet der in Reitsachen angekleidete graubärtige Mann. „So Kaffee ist gekocht?“ Paul antwortet: „Jop, müsste fast fertig sein“ und wie auf das Stichwort wartend, zischt die Maschine ein paar Sekunden und die Kaffeekanne füllt sich rasch mit der schwarzen Brühe. Der Chef Schnippt, die Musik verstummt und schaut überlegend zur Kanne. „Wie viel Brikaht hast du genommen?“ Paul sagt trocken: „17,6cm von dem Draht. Warum, ist er nicht schwarz genug?“ „Doch doch, ich wollte nur Wissen ob du dir die werte gemerkt hast.“

Es ist so, der Chef von Paul ist ein wirklich fähiger Mann in seiner Kunst. Er ist ebenfalls ein All-Rounder wie Paul, nur mit dem Unterschied das er deutlich älter ist und natürlich auch mehr erlebt hat. Er hat schon Leute getroffen von denen wird man niemals in Geschichtenbüchern lesen können, obwohl diese den Lauf der Geschichte dramatisch beeinflusst haben. Durch die vielen Erfahrungen ist er etwas urig geworden, doch nicht im schlechtem sinne, sondern auf die lustig und angenehmen Art. Paul traf ihn eher zufällig als er seine damalige neue Nachbarschaft erkundet hat. Frisch von den Eltern ausgezogen lief er durch die Straßen mitten in der Stadt, als ihm diese Spielstraße unpassend zu dem Rest aufgefallen ist. Es war dunkel doch in dem Laden am ende der Straße leuchtete noch licht. Er ist einfach drauf los und traf ihn, den Chef.

„Hast du dir schon gedanken über deinen Praktikanten gemacht?“ fragt der Chef Paul. „Du weißt doch eh worauf das hinausläuft. Er oder Sie ist nach einem Wochenende mit uns beiden so angefixxt wie ich damals. Die werden dann alles tun, um bei uns zu bleiben. Und du darfst nicht vergessen, dass wir nur zu zweit sind, weil Ben ja seinen Traummann gefunden hat…“ Der Chef nimmt sich seine Tasse Kaffee und schüttet in Pauls Tasse auch etwas ein. Pauls Tasse ist tief dunkel Blau und fängt durch den Kaffee an, zu tänzeln und zu Glitzern wie der Sternenhimmel. „Hmm, also hast du noch niemanden ausgewählt?“ fragt der Chef nocheinmal. „Doch, es wird wahrscheinlich Vincent Gerke oder Ann-Marie Driehaus. Beide 24 Jahre alt und wohnen gar nich..“ „gar nicht so weit weg von hier.“ Unterbricht er Paul. „Ja ich habe die Bewerbungen auch gelesen. Wieso hast du diese beiden ausgewählt?“ „Ganz einfach, ihre Bewerbungen waren so durcheinander, beide kein Bild drin, nicht nach der eigenen Beschreibung sortiert. Bei Frau Driehaus stand nur A. Driehaus, wollte wohl gleichgesetzt werden mit ihren Mitbewerbern. Ann- Marie hatte auf der Rückseiteihres Lebenslaufes eine kritzelei hinterlassen. Einfach schön anders!“ erzählt Paul während er anfängt zu lächeln. „Ja, der kleine Elefant war schon was anderes. Aber bist du sicher mit Ann-Marie? Sie hat zwar ihren Namen nicht reingeschrieben, aber macht sie Das besonders?“ Fragt der Chef. „Nicht nur, im Bewerbungsgespräch hat sie eher das Mädchen gemimt, war sehr zurück haltend und vorsichtig,versuchte sich stark zu zügeln und tat unsicher, doch ihre Stimme war als ob sie genau weiß was sie will und wohin sie möchte… Nein wohin sie will.“ spricht Paul begeistert „Nagut, wir nehmen Amie“ entscheidet der Chef. „Was, aber Vincent ist doch auch super!“ sagt Paul erschrocken. „Ich hab halt dein schwärmen gedeutet“ lacht der Chef los. „Selbst die Qattel schüttelt nur den Kopf“. Ein Bananenähnliches Tier auf dem Regal vor ihnen schüttelt die Stilseite hin und her. „Man ja, ist ja okay dann halt Frau Driehaus!“ sagt Paul etwas störrisch. Der Chef Brüllt „Ich rufe Sie an!“ und hüpft los zum Telefon an der Wand.

btw:
Große fehlschmieden der Vergangenheit:
-Beim Öffnen von Medizinverpackungen, das man immer den Beipackzettel zuerst oben hat, selbst bei der letzten Pille.
-Der Zahlendreher beim Aussprechen von zwei oder mehrstelligen Zahlen (1234 eintausendzweihundertvierunddreißig)
-4. Dimension bei USB Steckern (Einsteckversuch 1, 180° Drehung… Einsteckversuch 2, 180° Drehung…Einsteckversuch 3 -> Angeschlossen)
-Wenn man einen Computer dringend braucht, installiert dieser Updates
-Drucker reagieren auf Zeitdruck
-das ansteckende Gähnen

(Paul Lucó & Henri Perrin & Ann-Marie Driehaus & Vincent Gerke)