The dog | so Spielt es?

Das erste Abendessen mit ihr war der Hammer. Sie konnten über alles reden, ohne auch nur einen Gedanken darüber zu verschwenden, was man lieber nicht erzählen sollte. Diese Sympathie die beide verband, ist bis heute ungeschlagen. Er hatte ein einfaches Rahmschnitzel mit Kroketten und sie hatte ein die Schweinemedallion- Pfanne bestellt, mit Bratkartoffeln. Dazu gab es eine Flasche des einen Lieblichen Rotweines den es auf der Karte gab. Es war zwar nicht das schickste Restaurant das es hier gab, aber ganz billig war es auch nicht. Wie er sagte, natürlich um sich im Vorfeld zu entschuldigen, gehobenere Mittelklasse.

Tage später nach dem ersten Date folgte das zweite. Sie waren im Kino, wo man bekanntlich nicht viel miteinander redete. (*Autor: Ich hoffe ich mach das nicht und wir gehen NICHT Spontan ins Kino… sonst gibt es ärger… aber hey, es gab noch nicht mal das erste Date) Da es sich um eine Spontane Idee handelte, war der Kinosaal bis auf einen Loveseat ganz oben in der Ecke, besetzt und so kamen sie sich näher. Das dritte ‘offizielle’ Date fiel somit aus und beide waren ein cooles Paar. Wenn ich hier cool schreibe, meine ich sowas wie Pepper und Tony Stark (Ironman). Sie hält ihn auf trab und Er vergöttert sie. Sie hält ihm den Rücken frei und er überrascht sie mit vielen wunderschönen frühstücken. Sie kann ihn immer Anrufen, selbst wenn er in dem Wichtigsten Meeting seiner Karriere steckt. Er würde unverzüglich alles absagen, stornieren und sogar anzünden, um Sie glücklich zu machen, doch sie weiß das und unterbricht ihn so gut wie nie.

Doch darauf, liebe Leser,  möchte ich nicht hinaus.

Das erste mal als sie ihn besucht, bemerkt sie am Kleiderständer das Halsband eines Hundes. Es ist schwarz mit Silberfarbenen Ringen und einem Steckschnallenverschluss. Sie hängt ihre Jacke drüber und fragt ihn ob er einen Hund habe. Er sagte: “Wir hatten einen Hund, also meine Eltern hatten unseren Hund.” und wurde dabei etwas ernster. “Er war damals etwas über 10 Jahre alt. Ich hatte ihn für 4 Nächte hier zuhause zu Besuch. Weil ich ihn vermisse, seit ich umgezogen bin… Vermisste” fügte er hinzu. “Gut er war schon alt, so hab ich versucht nicht ganz so viel mit ihm zu laufen. Doch als ich am letzten Abend so gegen halb 12 mit ihm raus gegangen bin, wunderte ich mich das er so super langsam lief. Wir waren mittags noch mit einem alten Freund aus Jugendzeiten eine größere Runde spazieren, und haben immer wieder Pause gemacht, einmal weil ich Rückenschmerzen hatte, mein freund wohl auch, denn man sah ihm an, das er die Pause ebenfalls brauchte und natürlich für den Hund. Doch als er da so langsam die Straße entlang hertrottete und es schien als ob er sich die Häuser in meiner Gegend genau einprägte, gruselte ich mich” sagte er, als er 2 Gläser aus dem Küchenschrank holte und diese mit Wasser füllte. “Wie meinst du das, du hast dich gegruselt?” fragte sie. “Du weißt ich glaube nicht wirklich an Geister oder übernatürlichem Kram, aber es kam mir so vor als ob er sich die Gegend einprägte, damit er mich, wenn er diese Welt verlässt, wiederfindet.” sagte er leise und dabei stiegen ihm tränen in die Augen. “Er hat auch bei längeren Autofahren, nie geschlafen und wollte immer aus dem Fenster schauen. Er war ein Fan von Busfahren. So konnte er Strecke zurück legen ohne sich zu bewegen. Schön faul, genau wie meine Familie und ich. Er kam mir so müde und fertig vor, als ob er gleich sich da auf der Straße hinlegen würde und einschlafen wollte. Naja, ich wollte nach hause, zudem ich das ganz und gar nicht toll gefunden hätte, wenn er auf der Straße oder sogar bei mir zuhause… ” Sie unterbrach ihn: “Okay.”. “Nun… es war Donnerstag als ich ihn nach hause zu meinen Eltern brachte, Freitag war eine Beerdigung von sehr guten Bekannten meiner Eltern und den Sonntagmorgen darauf bekam ich den Anruf meines Vaters. Ich soll Brötchen mitbringen und wie Frühstücken zusammen. Haben wir ja schon oft gemacht, aber nie so kurzfristig. Da ich bei sowas naiv wie ein Vorschulkind bin, hab ich 12 Brötchen bei dem Bäcker um die Ecke gekauft und bin zu denen gefahren.” sagte er und die tränen liefen ihm die Wangen runter. Sie griff nach dem Taschentuchpaket auf dem Tisch, holte eins heraus und reichte es ihm. “Als ich ankam begrüßte mein Hund mich nicht… Aber Mama und Papa waren beide zuhause und die beiden gingen ja mit ihm raus. Also konnte er nicht draußen sein. Ich sagte Hey Guten morgen, wo ist der Hund? und da brach mein Vater in tränen aus. Er ist letzte Nacht gestorben. Ich schrie, wo ist er, wo liegt er… Und mein Vater zeigte auf einen Schwarzen Sack im Flur. Ich wollte ihn auspacken, ihn ein letztes mal sehen und streicheln, aber es ging nicht. Beide hätten das nicht zugelassen und ich war mir nicht sicher ob ich das will… Meine Mutter sagte nur, dass er friedlich eingeschlafen sei.” Er wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. “Unfair ist das! … Ich aß ein oder 2 Brötchen, nahm mir das Halsband, machte die Marken ab und steckte es ein. Weder meine Mama noch mein Papa, der immer an allem was ich tue was zu meckern hat, sagte nur das er morgen früh gegen 7 abgeholt werden sollte und die beiden sich um den Papierkram kümmerten. So kam das Halsband hierher. ” “Und deine Eltern?” fragte sie. “Ja, denen geht es gut, ist ja auch schon ‘ne weile her. Aber was nicht so trauriges, was für einen Film sollen wir uns anschauen? Hier im Regal sind so einige und Online gibt es noch viel mehr”.

Sie wählte einen Film aus, den sie zwar schon kannte und kuschelte sich an ihn.